Preßnitztalbahn aktuell

Februar/März 2012

Während die erste Hälfte des Monats Februar besonders durch eine Kältewelle mit Temperaturen unter minus 20 Grad geprägt war, behinderte bis Mitte März eine Schneedecke intensivere Arbeiten an der Strecke. Dementsprechend standen zur Sicherstellung des Fahrbetriebes wieder regelmäßige Schneeberäumungen an den Bahnsteigen und Bahnübergänge auf dem Programm.

Doch die an allen Wochenenden im Februar stattfindenden WinterDampf-Fahrtage wurden dabei nicht beeinträchtigt, auch wenn von allen Beteiligten hoher Einsatz abverlangt wurde. Mit rund 1800 Fahrgästen an den acht regulären WinterDampf-Fahrtagen im Februar etablierte sich dieses Angebot mit einer weiteren Steigerung der Nachfrage gegenüber den Vorjahren, auch wenn zwischen einzelnen Wochenenden teils erhebliche Schwankungen in den Fahrgastzahlen festzustellen sind.

Infrastrukturarbeiten
In Vorbereitung der in diesem Jahr Anfang April anstehenden Osterfahrtage begannen bereits Mitte März mit dem Schwinden der Schneedecke an der Strecke und auf den Bahnhöfen erste Arbeiten zum vorgezogenen Frühjahrsputz. Besonders an den Streckenabschnitten in direkter Parallellage zur Straße sind immer wieder erhebliche Müllberge zu beräumen. Stellenweise wurden an der Strecke in Folge durchgeführter Kontrollen Laschenbolzen und Schwellenschrauben nachgezogen. Auch durch den Winter entstandene Beschädigungen und Verunreinigungen, zum Beispiel an einzelnen Signaltafeln, konnten bereits beseitigt werden.

Im Lokschuppen in Jöhstadt stand im März eine intensive Renovierung auf dem Plan. Die angebrachte Holzverkleidung wurde demontiert, um dem gesamten Aufenthaltsraum einen neuen Anstrich verschaffen zu können. Die intensiv genutzte Kücheneinrichtung wurde teilweise erneuert, nachdem sich an den Schränken und der Arbeitsplatte bereits deutliche Gebrauchsspuren der vergangenen Jahre abzeichneten. Um die vor allem im Stand 3 des Lokschuppens stattfindenden Arbeiten an Fahrzeugen durch eine bessere Beheizbarkeit des Raumes zu unterstützen, wurde in den Durchgang zum Schuppenstand 2 eine Holzschiebetür eingebaut.

Durch die Baugesellschaft am Scheibenberg mbH wurde als verbliebene Restleistung aus dem Vorjahr auch die im Bauvertrag zur Erneuerung der Abdeckung des Regenrückhaltebeckens noch offene Leistung an der Laderampe des Bahnhofes Jöhstadt ausgeführt. Dabei wurde ein bei der Errichtung der Brauchwasserzuleitung zum Rückhaltebecken über die Geländeoberkante herausragender Schacht tiefergelegt.

Die im Rahmen des durch die Landesdirektion Sachsen betriebenen Plangenehmigungsverfahrens für das Projekt der Stadt Jöhstadt zur Umfeldgestaltung an der Fahrzeughalle erforderliche öffentliche Auslegung der Planungsunterlagen hat von Mitte März bis Mitte April stattgefunden. Dabei konnten durch Anwohner und Organisationen Einwendungen zur Planung vorgebracht werden, die nun in den kommenden Wochen zusammengestellt und durch Änderung der Planungen bzw. durch Festlegungen der zuständigen Fachbereiche der Landesdirektion bearbeitet werden sollen.

Das Vorhaben umfaßt dabei neben der Erneuerung des Paschweges parallel zur Ausstellungs- und Fahrzeughalle auch die Errichtung einer neuen Brücke über das Schwarzwasser für die Straße und die Gleise der Preßnitztalbahn sowie einen Busparkplatz neben der Lagerhalle. Erst wenn eine Auswertung der öffentlichen Auslegung der Unterlagen vorliegt, kann eine weitere Abschätzung über die Dauer des Verfahrens bis zur Vorlage der Plangenehmigung vorgenommen werden. Die Plangenehmigung beinhaltet die Genehmigung für die Bauausführung mit den notwendigen zusätzlichen Auflagen für gegebenenfalls erforderliche Ausgleichsmaßnahmen. Sie ist notwendige Voraussetzung dafür, Fördermittel für die Umsetzung des Vorhabens zu beantragen.

Die Stadt Jöhstadt hatte zur Erarbeitung der Antragsunterlagen in direkter Abstimmung mit der Preßnitztalbahn verschiedene Ingenieurbüros mit der Erarbeitung von Einzelleistungen sowie das Büro Klamra Trinks in Chemnitz mit der Zusammenführung und dem Projektmanagement des Planungsprozesses beauftragt. Für das Brückenbauwerk hatte die Preßnitztalbahn das Ingenieurbüro Zierl gewinnen können. Derweil werden auch die Vorplanungen für das zweite Brückenprojekt der Preßnitztalbahn in Schlössel konkreter. Im Rahmen der regelmäßigen Brückenprüfungen wurde festgestellt, daß auch die in der Einfahrt zum Bahnhof Schlössel befindliche Brücke mit Mittelpfeiler nicht mehr langfristig genutzt werden kann. Mit entsprechenden regelmäßigen Unterhaltungsarbeiten ist noch ein mittelfristiger Weiterbetrieb möglich, allerdings benötigt ein notwendiger Ersatzneubau auch entsprechenden Vorlauf in der Planung. Mit einer Realisierung dieses Projektes wird in den kommenden drei bis fünf Jahren zu rechnen sein.

Fahrzeuge
Nach ihrem durchgängigen Einsatz im WinterDampf-Fahrbetrieb bis Ende Februar ist die IV K 99 1590-1 nach Ablauf der Untersuchungsfrist aus dem Betriebsbestand ausgeschieden. Wann und wie eine Aufarbeitung und die Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen realisiert werden können, steht momentan noch nicht fest. Dies wird sowohl von der Entwicklung der finanziellen Möglichkeiten wie auch der Verfügbarkeit der erforderlichen Werkstattkapazitäten abhängen.

Währenddessen sind die Arbeiten zur Kesseluntersuchung an der Lok Aquarius C. planmäßig fortgesetzt worden. Ein etwas umfangreicherer Aufwand als veranschlagt ist durch notwendige Anpassungen am Reglergestänge und Dampfsammelrohr entstanden. Währenddessen erfolgte auch am Fahrwerk eine umfangreiche Farbausbesserung, zudem wurde die Dampfheizleitung erneuert. An der I K Nr. 54 fanden Wartungs- und Einstellarbeiten an der Allansteuerung statt, die mit einer erfolgreichen Werkstattprobefahrt am 24. März zwischen Jöhstadt und Steinbach abgeschlossen werden konnten. Außerdem wurde das Fahrzeug noch einmal gründlich durchgecheckt, bevor es am letzten Aprilwochenende zum Einsatz bei der Döllnitzbahn kommt. Nach dreijährigem Einsatz seit ihrer Inbetriebnahme wird an der Lok im Juni die erste Kesseluntersuchung fällig, die in der Werkstatt in Jöhstadtausgeführt werden soll.

Auch an „Meppel“ 99 4511-4 fanden in den vergangenen Wochen verschiedene Wartungsarbeiten statt, nachdem die Lok in den Wintermonaten konserviert in der Fahrzeughalle ihr Domizil gefunden hatte. Am 1. April startete die Lok mit einer Werkstattprobefahrt in die Saison und kam am 2. April zu einem ersten Einsatz auf der Strecke vor einem Sonderzug. Nach ihrem erst kurzfristig Mitte Januar vereinbarten Lokhilfeeinsatz bei der Döllnitzbahn zwischen Oschatz und Mügeln an insgesamt acht Einsatztagen kam IV K 99 1568-7 nach fast dreimonatigem Auswärtsaufenthalt am 12. April wieder zurück zur Preßnitztalbahn. Bereits am 14. April konnte die Lok für einen Sonderzugeinsatz auf ihrer Heimatstrecke wieder unter Dampf erlebt werden.

 

Am 1. Klasse-Personenwagen 970-003 erfolgte in den vergangenen Monaten die Abarbeitung der erforderlichen Untersuchungen an Drehgestellen, Zug- und Stoßeinrichtung, Fahrwerk und Bremse. Außerdem erfolgte eine intensive Pflege und teilweise Erneuerung der Inneneinrichtung. Bei der extern durchgeführten Außenlackierung des Wagenkastens sind jedoch Beanstandungen aufgetreten, die eine etwas aufwendigere Nacharbeit erforderlich machten, wodurch die Arbeiten nicht wie geplant rechtzeitig vor Ostern abgeschlossen werden konnten. Bei Redaktionsschluß dieser Ausgabe steht der Wagen aber bereits wieder im Betriebsbestand der Museumsbahn.

Über seine Geräuschkulisse wundern sich am Bahnsteig stehende Fahrgäste gelegentlich schon, für den Betrieb des Getränkekühlers, des Würstelkochers sowie der Toilettenanlage ist das Stromversorgungsaggregat im Buffetwagen 970-458 jedoch unabkömmlich. Um die Zuverlässigkeit im Einsatz zu gewährleisten, wurden im März wieder einmal umfangreiche Wartungsarbeiten an der Anlage ausgeführt.   Darüber hinaus fand an allen für den Einsatz zum Osterfahrbetrieb vorgesehenen Fahrzeugen noch einmal eine umfangreiche Überprüfung aller fahrtzeugtechnischen Komponenten statt. Besonders für die Druckluftzuggarnitur mußte die Funktionsfähigkeit absolut gesichert sein, da kein Reservefahrzeug mit Druckluftbremse zur Verfügung steht.

Rekonstruktion Pollo-Wagen

Auch am Rekonstruktionsprojekt des Pollo-Museumsbahnvereins, dem Wagen 970-855, wurde in der Fahrzeughalle der Preßnitztalbahn weiter an der Erneuerung der Zug- und Stoßeinrichtung für den Fahrzeugrahmen sowie der Drehgestellkomponenten gearbeitet. Da der Wagen künftig auch eine funktionsfähige Saugluftbremse bekommen soll, mußten auch die vorhandenen Teile für die Bremsanlage aufgearbeitet und danach schrittweise am Rahmen montiert werden. Der Neuaufbau des Wagenkastens ist im Rohbau inzwischen weitgehend fertiggestellt und soll voraussichtlich noch bis Ende April auf das Untergestell aufgesetzt werden. Danach beginnen die nicht weniger arbeitsintensiven Arbeiten zum Innenausbau des Wagens.

   

Fahrbetrieb zu Ostern

Mit Gastlok 99 1781-6 der Rügenschen BäderBahn stand zu Ostern ein besonderer Blickfang auf der Museumsbahn im Einsatz. Nach ihrer umfangreichen Hauptuntersuchung im vergangenen Jahr kam die Lok damit früher als erwartet an ihren ehemaligen Heimatort der Jahre 2006 bis 2010 zurück. Vor diesem Hintergrund sorgte die Lok auch als werbewirksamer Aufhänger für die Bekanntmachung der Osterfahrtage auf der Preßnitztalbahn. Zusammen mit der IV K 99 1542-2 bestritt die „VII K“ den Zweizugbetrieb. Trotz eher widriger Wetterbedingungen kamen rund 3400 Fahrgäste an den vier Fahrtagen zwischen Karfreitag und Ostermontag nach Jöhstadt, dabei war am Ostersonntag mit rund 1000 Fahrgästen der Spitzenwert des verlängerten Wochenendes erreicht. Aber natürlich war auch der Osterhase für die kleinen Besucher der Museumsbahn wieder kräftig im Einsatz. Insgesamt drei verschiedene Osterhasen/Osterhäsinnen (darunter erstmals auch eine „singende Häsin“) sorgten für strahlende Kinderaugen, wenn das Geschenk gefunden oder direkt aus dem Ostereierkorb überreicht wurde.
Jörg Müller

Kalenderblatt-Spendenaktion „Wir zählen die Tage“

Bis in den April hat der Verein noch Zahlungsverpflichtungen für die Bauleistungen zur Erneuerung der Überdeckung des Regenrückhaltebeckens zu leisten, mit der Baufirma war dafür bei Vertragsabschluß eine entsprechende Ratenzahlungsvereinbarung getroffen worden. Besonders in den Monaten ohne regelmäßigen Fahrbetrieb beeinträchtigt dies natürlich die Möglichkeiten für weitere kostenintensive Projekte. Bauseitig konnte nach der Schneeschmelze an der Laderampe auch noch die verbliebene Restleistung durch die BAS Baugesellschaft am Scheibenberg mbH abgeschlossen werden. Um für das künftige Rampengleis Profilfreiheit zu schaffen, wurde ein in der Gleisachse liegender baubedingt errichteter Schacht des Wassersammlers unter das künftige Schotterplanum abgesenkt. Zur Unterstützung der Finanzierung der rund 180 Tausend Euro umfassenden Bauleistung zur Vorbereitung einer künftigen Nutzungsfähigkeit des Geländes für die Museumsbahn ist der Verein daher dringend auf die Unterstützung seiner Freunde angewiesen. Die Kalenderblatt-Spendenaktion wurde im Oktober 2008 durch den VSSB e.V. speziell mit dem Ziel gestartet, die Vorbereitungsarbeiten für den Wiederanschluß der Gleise der Preßnitztalbahn an den originalen Bahnhof von Jöhstadt zu unterstützen. Bisher sind für die Spendenaktion insgesamt 791 Einzelspenden zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 42.039,95 Euro eingegangen. Allein das 2012er Spendenblatt ist dabei bisher schon 121-mal „gebucht“ worden. Da es jedes Kalenderblatt im Jahr nur einmal gibt, sind dank Schaltjahr noch 245 Blätter aus dem 2012er Angebot zu erhalten, natürlich können aber auch die noch nicht vergebenen Kalenderblätter der drei Vorjahre reserviert werden.

Die Spendenblätter, die in Verbindung mit einem Abreiß-Kalenderblatt zu einem Unikat werden, sind ausschließlich über die Spendenaktionsseite im Internetangebot der IG Preßnitztalbahn e.V. unter www.pressnitztalbahn.de reservierbar. Jeder Spender erhält neben dem Kalenderspendenblatt auch eine Bescheinigung zum Nachweis der Abzugsfähigkeit der Spende von der gezahlten Steuer beim Finanzamt.

  • Schritt 1: Auswahl des gewünschten Kalenderjahres und des konkreten gewünschten Kalenderblatt-Datums – ist dieses schon vergeben, wird dies sofort angezeigt.
  • Schritt 2: Eingabe der notwendigen Kontaktdaten in ein Onlineformular. Mit diesen Daten erfolgen die Kommunikation und das Ausstellen der Spendenbescheinigung. Nach Abschluß der Eingaben erhalten Sie eine Reservierungsbestätigung zum Ausdrucken an die angegebene E-Mail-Adresse zugesandt.
  • Schritt 3: Sie überweisen die Spende auf das angegebene Spendenkonto der IG Preßnitztalbahn e.V.
Selbstverständlich werden die erfaßten Daten ausschließlich für die Zwecke der Verwaltung der Spendenaktion verwendet. Weitere Informationen dazu gibt es auf den Seiten der Spendenaktion.

Spendenkonto der IG Preßnitztalbahn e.V.

Konto 412 267 700,
Commerzbank Chemnitz,
BLZ 870 400 00
IBAN: DE13 8704 0000 0412 2677 00
BIC: COBADEFFXXX

Auswärtspräsenz der IG Preßnitztalbahn e.V.

Die IG Preßnitztalbahn e.V. war dank intensivem Engagements mehrerer Vereinsmitglieder in den vergangenen Monaten auf zahlreichen Veranstaltungen und Messen präsent. Gemeinsam mit der Dampfbahn-Route Sachsen vertrat Andreas Viezens die IG Preßnitztalbahn e.V. auf der diesjährigen ITB in Berlin. Zahlreiche Gespräche mit Reiseveranstaltern sowie vielen interessierten Messegästen, unter denen auch Abgeordnete des Bundestages waren (Foto rechts oben), füllten das Messeprogramm der Standbetreuer reichlich aus. So wird wohl auch von der diesjährigen ITB ein positiver Effekt ausgehen, auch wenn die eigenen Aufwendungen nach früheren Großpräsenzen etwas geringer ausgefallen sind. Auch beim Brandenburger Reisemarkt und auf einer Modellbahnausstellung im Nachbarschaftszentrum Pusteblume in Berlin präsentierte

Andreas Viezens die Museumsbahn Steinbach - Jöhstadt.

Mitte Februar fand auf dem Dresdener Messegelände die „Erlebnis Modell 2012“ statt, ein seit 2005 unter Planung und Organisation des MEC „Theodor Kunz“ Pirna e.V. veranstaltetes Modellbahnevent, das sich einer jährlich steigenden Nachfrage erfreut. Auch auf dieser Veranstaltung durfte natürlich der schon traditionelle Stand der IG Preßnitztalbahn e.V. nicht fehlen. Viele Dresdner nutzen inzwischen die Anwesenheit der Vertreter der Museumsbahn, sich über die aktuellen Planungen, Veranstaltungshöhepunkte des Jahres sowie technische Details an Anlagen und Fahrzeugen für die Umsetzung auf der eigenen heimischen Modellbahnanlage zu informieren. Dementsprechend war auch die Nachfrage nach den Gebäudemodellen der Preßnitztalbahn am Informationsstand sehr groß. Auf einer weiteren Veranstaltung in Röhrsdorf unterstützte auch Mike Richter das „Außendienstteam“ der Preßnitztalbahn.

Eindrücke vom 4. Dresdner Dampfloktreffen 30. März bis 1. April

In diesem Jahr war die IG Preßnitztalbahn e.V. erstmals beim „Dresdner Dampfloktreffen“ im ehemaligen Bahnbetriebswerk Dresden-Altstadt mit einem eigenen Stand vertreten, den Daniel Scholz, Steffen Brösing und Roland Müller betreuten. Letztmalig war der Verein auf dem „12. Dresdner Dampflokfest“ im Mai 2003 präsent. Erfreulich ist, daß die Besucherzahl trotz des teilweise sehr unfreundlichen Wetters im Vergleich zum Vorjahr die Zahl 11000 überschritten hat. Dieses positive Zeichen läßt in der Folgezeit auf eine weitere Steigerung hoffen, um an alte „Dampflokfestzeiten“ anknüpfen zu können.

Für die gute Organisation und den reibungslosen Ablauf ist den Vereinsfreunden der IG Bw Dresden-Altstadt e.V. unter Leitung ihres 1. Vorsitzenden Jörg Baumgärtel zu danken. Mit viel Einsatzbereitschaft, Umsicht und Stehvermögen wurden alle Aufgaben erfolgreich gemeistert.

Am Dresdner Hauptbahnhof war der „Rheingold-Expreß“ des Freundeskreis Eisenbahn Köln e.V. aufgestellt, welcher auch eine „Schnupperfahrt“ nach Bad Schandau absolvierte. Ein weiteres Ausstellungsstück war der historische „Schleizer Triebwagen“. Doch die großen Attraktionen und echten „Hingucker“ waren an allen Veranstaltungstagen neun betriebsfähige Dampflokomotiven im Gelände. Dazu zählten die Pazifikloks 01 0509-8, 03 1010 und 18 201. Weitere betriebsbereite Gäste waren die 23 1097 mit einem Sonderzug sowie die Loks 52 8079, 52 8080, 52 8177, 52 8154 und 41 1144, die unter anderem auch zu Führerstandsmitfahrten eingesetzt wurden. Das Schaufahren auf der Drehscheibe von allen kalt abgestellten und betriebsfähigen Maschinen war natürlich für viele Fotografen ein besonderer Blickfang.

Auch eine Meisterschaft im „Dampflokziehen“ war zu erleben. Der Sieger, die Mannschaft der Eisenbahngesellschaft ITL aus Kamenz, zog immerhin die Lok 89 6009 ganze 34,42 Meter weit - eine respektable Leistung. Die Vielzahl anderer Programmpunkte beweist, daß sich das Dampfloktreffen zunehmend wieder zum Fest für die gesamte Familie entwickelt.

Generell ist zu bemerken, daß die Vielzahl der Informations- und Verkaufsstände sehr gut besucht waren und die „Jäger und Sammler“ von Eisenbahnutensilien, Büchern, Lokschildern und vieler anderer Dinge voll auf ihre Kosten kamen. Auch der Infostand der IGP war sehr gut besucht. Wie immer mußten viele Fragen über das Vereinsleben, Aufgaben und die nächsten Ziele und Höhepunkte bei der Preßnitztalbahn beantwortet werden. Eingerahmt zwischen den ehrwürdigen, aber nicht mehr betriebsfähigen Lokomotiven 01 137, 03 001 und 62 015 hatte das Standpersonal alle Hände voll zu tun und dabei natürlich auch immer den Blick Richtung Drehscheibe.
Roland Müller

Modelleisenbahnausstellung „120 Jahre Schmalspurbahn Wolkenstein – Jöhstadt“

Wenn vom 26. bis 28. Mai 2012 das alljährliche große Pfingstbahnhofsfest in Jöhstadt zu einem Besuch auf der Preßnitztalbahn einlädt, wird es nicht nur auf den Gleisen der Museumsbahn Steinbach – Jöhstadt viel Eisenbahnbetrieb zu erleben geben. Zu einer guten Tradition ist es geworden, zum Bahnhofsfest eine umfangreiche Modelleisenbahnausstellung in der Ausstellungs- und Fahrzeughalle im Jöhstädter Ortsteil Schlössel auf die Beine zu stellen.

Dieses Jahr steht auf der Schmalspurbahn im Preßnitztal ein kleines Jubiläum auf dem Programm. Unter dem Thema „120 Jahre Schmalspurbahn Wolkenstein – Jöhstadt“ werden verschiedene Modelleisenbahnvereine und Privatpersonen ihre überwiegend auf die Preßnitztalbahn bezogenen Anlagen ausstellen und einen interessanten Eisenbahnbetrieb „en miniature“ vorführen. Mit dabei sein wird u.a. eine große H0e-Modulanlage der Preßnitztalbahn, wie sie bis 1984 ihren alltäglichen Betrieb absolvierte. Eine Gruppe von Modelleisenbahnern hat sich mit ihrer TT-Anlage der moderneren Geschichte der Preßnitztalbahn verschrieben. Sie zeigen im Maßstab 1:120 verschiedene Zugkompositionen mit den Dampf-, Diesel- und Elektrolokomotiven der Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH (PRESS), dem Eisenbahnverkehrsunternehmen, welches vor 12 Jahren durch den Verein mit aus der Taufe gehoben wurde und das seit 2008 auch mit der Rügenschen BäderBahn (RüBB) den Eisenbahnbetrieb des Rasenden Roland auf der Insel Rügen durchführt. Als weitere Ausstellungsbesonderheit ist die TTe-Anlage der Wittower Fähre von der ehemaligen Rügenschen Kleinbahn zu sehen.

Neben den Ausstellern werden auch verschiedene Händler in und um die Veranstaltungshalle ihre Modelle vorführen, Waren zum Kauf anbieten und bei dem einen oder anderen Fachgespräch Rede und Antwort stehen. Für die kleinsten Modelleisenbahner wird es ebenfalls wieder reichliche Möglichkeiten zum Basteln und Spielen geben. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Geöffnet ist die Ausstellungshalle zu Pfingsten an allen drei Tagen jeweils von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 3,50 €, für Kinder (6-14 Jahre) 1,50 € und die Familienkarte (2 Erwachsene + max. 3 Kinder) ist für 8,00 € erhältlich. Für die Besucher wird es auch in diesem Jahr wieder einen Zubringer auf der Museumsbahn zwischen den Bahnhöfen Jöhstadt, Schlössel und Schmalzgrube geben. Diese Züge halten in Nachbarschaft zu ihren maßstabsgerechten Nachbildungen an der Ausstellungs- und Fahrzeughalle.

1000. Bestellung im Online-Shop

Seit dem Start des Online-Shops auf der Internetseite www.pressnitztalbahn.de im Juli 2007 sind inzwischen über 1000 Bestellungen eingegangen. Dabei ist vor allem in den letzten zwölf Monaten eine intensive Steigerung der Zugriffe zu verzeichnen gewesen. Selbst die Nachfrage nach Fahrkarten hat deutlich zugenommen, obwohl bekanntermaßen auch noch im Zug ein aufschlagfreier Fahrkartenkauf bei der Preßnitztalbahn möglich ist. Für einen professionellen Anbieter mögen die Bestellzahlen eher unwirtschaftlich sein, dem Verein bietet sich dadurch natürlich die Möglichkeit, ein viel umfangreicheres Angebot an verschiedensten Artikeln zu präsentieren, was an den Verkaufs- und Informationsständen platzbedingt nicht möglich ist.

Online-Dienstplansystem seit einem Jahr im Produktiveinsatz

Seit einem Jahr, ab Ostern 2011, ist der über eine Webseite zugängliche Online-Dienstplan der Preßnitztalbahn im Produktiveinsatz. Besonders für die mittel- und langfristige Planung bringt das System deutlich erkennbare Vorteile für die Personalplanung. Teilweise werden durch die Mitglieder der IG Preßnitztalbahn e.V. an einem Tag gleich an mehreren Orten Dienste übernommen - auch dabei ist das System zu einer guten Unterstützung geworden. Mittels teilweise automatisiert versendbaren Erinnerungen bzw. Bestätigungen für die übernommenen Dienste werden auch Mitglieder regelmäßig angesprochen, die vorher aufgrund eher kurzfristiger Planungshorizonte kaum eine Chance zur Mitarbeit hatten.

Baueinsätze an der Preßnitztalbahn

Unabhängig von den „großen“ Bauvorhaben, die für die Preßnitztalbahn in den kommenden Jahren teilweise bereits ihre Schatten vorauswerfen, ist weiterhin eine regelmäßige Wartung und Instandsetzung der Infrastrukturanlagen erforderlich. Der Vorstand plant deshalb auch in diesem Jahr wieder für verschiedene Wochenenden Arbeitseinsätze an der Infrastruktur durchzuführen. Schwerpunkte der Aktivitäten sind dabei vor allem kleinere Reparaturarbeiten an Gleisabschnitten, Weichen sowie Bahnhofsanlagen. Für 2012 stehen folgende Termine im Plan:

  • 21. und 22. April
  • 5. und 6. Mai
  • 7. und 8. Juli
  • 20. und 21. Oktober
  • 10. und 11. November

Die Arbeitseinsätze finden teilweise während der regulären Fahrtage der Museumsbahn statt. Treffpunkt ist jeweils 7.30 Uhr am Lokschuppen, gern sind natürlich jederzeit auch „Neulinge“ willkommen. Bitte zwecks Quartierreservierung und besserer Planbarkeit der Arbeitsaufgaben jedoch vorherige Teilnahmeinfo an die Geschäftsstelle oder über das Online-Dienstplansystem, in dem die Arbeitseinsätze ebenfalls berücksichtigt sind, geben.
J.Müller



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