VSE-Nachrichten

Jahreshauptversammlung 2012

Am 25. Februar 2012 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Vereins im Eisenbahnmuseum Schwarzenberg statt. Von den gegenwärtig 156 Mitgliedern hatten sich 31 auf den Weg ins Museum gemacht. Der Jahresbericht des Vorstandes, gehalten vom Vorsitzenden, der Bericht des Eisenbahnbetriebsleiters und der Finanzbericht, den der Schatzmeister verlas, machten die positive Entwicklung des Vereins auch im zurückliegenden Jahr deutlich. Dank der beharrlichen und guten Arbeit aller Vereinsmitglieder, den mithelfenden Familienmitgliedern, Freunden und Förderern kann der Verein auf einer soliden Grundlage aufbauen. Der Bericht der Kassenprüfer, den stellvertretend Kassenprüfer Dietrich Flath vorstellte, unterstreicht diese Entwicklung und bescheinigt dem Vorstand eine gute Arbeit.

In den Diskussionen der Mitglieder wurde deutlich, daß Beschlüsse vorangegangener Jahreshauptversammlungen umgesetzt wurden. Leider unzureichend ist die Unterstützung der Vereinsmitglieder bei der Absicherung des Museumseinlaßdienstes an den Wochenenden. Überwiegend ruht diese wichtige Aufgabe auf sehr wenigen Vereinsmitgliedern. In mehreren Diskussionsbeiträgen wurde zur Unterstützung durch Mitglieder aus Nah und Fern aufgerufen. Auf Nachfrage von Helmut Roeger schilderten Vorstandsmitglieder die umfangreichen und zeitaufwendigen Bemühungen um Fördermittel, die letztendlich nicht immer „zielführend“ sind. Als oberste Prämisse einer jeden Förderung, die für den VSE in Frage kommen könnte, wurde nochmals unmißverständlich dargelegt, daß notwendige Eigenmittel in keinem Falle fremdfinanziert werden. Damit soll ein weiteres Auskommen des Vereins ohne Kreditaufnahme sichergestellt werden.

Die Jahreshauptversammlung entlastete den Vorstand einstimmig für das zurückliegende Geschäftsjahr.

  • seitens des Vorstandes wurden einige wichtige Projekte des laufenden Jahres vorgestellt und dabei natürlich um zahlreiche Unterstützung geworben.
  • zwei Weichen im Bereich der Anschlußbahn sind dringend überarbeitungsbedürftig
  • Planung für Ersatzneubau Besucherempfangszentrum muß vorangetrieben werden, Realisierung ist, vorbehaltlich Bereitstellung der Fördergelder und Absicherung des Eigenanteils dann im kommenden Jahr vorgesehen
  • in Abhängigkeit der Ressourcen auch Weiterführung der Arbeiten am Kohlekran
  • Instandsetzung des Gleises A2 als Verbindung Museum – Stadt/Bahnhof im Jahre 2012
  • im Jahre 2012 stehen keine großen planmäßigen Untersuchungen an Fahrzeugen an
  • Dampflok 50 3616 derzeit bei MaLoWa zur Kesselreparatur, Mehraufwand wurde angemeldet und begutachtet, Ziel ist Fertigstellung bis zur Osterfahrt
  • Ziel ist, in Abhängigkeit der Finanzierung, die Fahrwerksuntersuchung an der 50er nicht aus den Augen zu verlieren
  • Fertigstellung des behindertengerecht umgebauten Reisezugwagens in diesem Jahr, dazu wurde zur Gewinnung von Mitarbeitern die Wiedereinführung von Arbeitswochenenden angeregt
  • Vermietungsanfragen für den Zug häufen sich, höherer Verschleiß- und Reparaturaufwand ist zu erwarten, deren Beseitigung personalmäßig abgesichert werden muß
  • Hochzeitswagen weiterhin intensiv auch durch den VSE vermarkten
  • für das EVU VSE ist die Erstellung des Sicherheitsmanagementsystems erforderlich, entweder VSE erstellt eigenes System oder schließt sich einem anderen EVU an, das jedoch dann die erbrachten Leistungen in Rechnung stellen wird
  • Als Kassenprüfer wurden Dietrich Flath und Ronny Wiesner wiedergewählt.

Im Zuge der Festsetzung der Beitragsordnung wurde ein Antrag von Thomas Krauß behandelt. Dieser hatte eine Beitragserhöhung um jeweils 10,00 Euro zum Inhalt. Vom Mehrerlös sollte die Absicherung des Museumseinlaßdienstes am Wochenende finanziert werden. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Der Vorstand stellte die Beitragsordnung 2013 mit Übergang auf Bankeinzug sowie Einführung von jeweils 5,00 Euro Mahngebühren für beitragssäumige Mitglieder vor. Nach kontroverser Diskussion wurde die Beitragsordnung 2013 mehrheitlich beschlossen (siehe unten). Auf Antrag von Axel Schlenkrich beschloß die Jahreshauptversammlung einstimmig die Einführung eines Mini-Jobs anstelle der zum 29. Februar 2012 wegfallenden Kommunal-Kombi-Stelle. Die durch den Arbeitgeberanteil entstehende finanzielle Belastung des Vereins wird durch den Wegfall des Eigenanteils für die geförderte Stelle kompensiert. Für die beiden anderen im Herbst auslaufenden Stellen zeichnet sich zur Zeit noch keine Lösung ab. Mit einer Weiterführung von geförderten Arbeitsplätzen ist jedoch nicht zu rechnen.

Der Antrag von Thomas Krauß, der den Erwerb des Grundstückes „Kinderferienlager“ zum Inhalt hat, wurde abgelehnt. Aus diesem Antrag wurden jedoch zwei neue Anträge formuliert. Die Jahreshauptversammlung beauftragte den Vorstand, die Sicherung des Wegerechts über das Grundstück „ehemals Kinderferienlager“ zu veranlassen, notfalls auch mit gerichtlichen Maßnahmen durchzusetzen. Die Jahreshauptversammlung beauftragt den Vorstand weiterhin, Maßnahmen zur Nutzung oder zum Erwerb des Grundstücks „ehemals Kinderferienlager“ durchzuführen. Auf Antrag von Axel Schlenkrich beauftragte die Jahreshauptversammlung den Vorstand, das Projekt Instandsetzung Gleis A2 voranzutreiben. Bedingung ist hier die Einhaltung des finanziellen Rahmens, eine Überschreitung der Kosten von maximal 20 % wird genehmigt.

Auf Vorschlag des Vorstandes, vorgetragen von Thomas Strömsdörfer und Eckehardt Schwenzer, wurde Herr Johannes Lehmann aus Dresden für seine Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Herr Lehmann hat im vergangenen Jahr eine umfangreiche und ausstellungsgerechte Sammlung von Oberbauformen dem VSE als Leihgabe überlassen.
TSD

VSE wirbt für seine Veranstaltungen

Vom 17. bis 19. Februar fand die „8. Erlebnis Modellbahn 2012“ in der Messe Dresden statt. Der MEC „Theodor Kunz“ Pirna e.V. hatte wie in den vorangegangenen Jahren eine äußerst sehenswerte Modellbahnausstellung organisiert. Vor jeder Anlage konnte man stundenlang zusehen und immer neue Einzelheiten und liebevoll gestaltete Details entdecken. In einer weiteren Messehalle konnte Echtdampf geschnuppert werden. Neben den Anlagen luden Modellbahnhersteller zum Fachsimpeln und natürlich auch zum Kaufen ein. Wie bereits in den vergangenen Jahren nutzte der VSE die Gelegenheit, für sein Museum und das Veranstaltungsprogramm zu werben. Auf der weltgrößten Tourismusmesse, der ITB, die vom 7. bis 11. März in Berlin stattfand, war das von Andreas Klipphahn aufgebaute Netzwerk „Dampfnostalgie Deutschland“ im sächsischen Messeauftritt vertreten. Ausgereicht wurde dort z.B. der zum 10. Mal produzierte gemeinsame Veranstaltungskalender für die sächsischen Schmalspurbahnen, Eisenbahnmuseen und touristischen Eisenbahnen. Das zweite Jahr enthielt er auch alle diesbezüglichen Angebote aus Sachsen-Anhalt. Der VSE unterstützte am 10. März die Standbetreuung und warb für einen Besuch der historischen Eisenbahnen und Bahnmuseen in beiden Ländern.
TSD

Start in 4. Saison der Erzgebirgischen Aussichtsbahn

Am 5. und 6. Mai 2012 startet die Erzgebirgische Aussichtsbahn (EAB) in ihre vierte Saison. Der überaus große Anklang, den die Fahrten in den vorangegangenen drei Jahren fanden – es wurden insgesamt über 15 000 Fahrgäste gezählt – machte den Organisatoren die Entscheidung leicht, die Fahrten auch 2012 fortzusetzen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit der Anliegerkommunen, des Tourismusverbandes Erzgebirge, der DB Erzgebirgsbahn und des VSE wird auch im Jahre 2012 eine Neuauflage erleben. An den insgesamt fünf Wochenenden verkehren die historischen Triebwagen, auch als „Ferkeltaxi“ bekannt, auf der Strecke Annaberg-Buchholz – Schwarzenberg. Am letzten Fahrtwochenende 2012 im Oktober kommt der VSE-Dampfzug zum Einsatz.

  • 5./6. Mai Fahrten in den Frühling
  • 2./3. Juni 2. Kinderjahrmarkt in Raschau-Markersbach rund um den „Kaiserhof“ im OT Markersbach
  • 7./8. Juli Bahnhofs- und Kinderfest in Schlettau
  • 18./19. August Von Fest zu Fest
  • 8./9. September Tag des offenen Denkmals
  • 6./7. Oktober Mit Volldampf in den Herbst (Dampfzugfahrten)

Im Bahnhof Schwarzenberg fahren die Züge 9.35 Uhr, 12.35 Uhr und 15.35 Uhr ab, die Rückfahrten beginnen in Annberg-Buchholz unt Bf jeweils 10.57 Uhr, 13.57 Uhr und 16.57 Uhr. Am 6. und 7. Oktober gilt ein besonderer Fahrplan mit besonderen Fahrkarten. Der Anschluß von den Zügen der Erzgebirgsbahn bzw. zu den Zügen wird gewährleistet. Fahrkarten (mit Ausnahme für den 6./7. Oktober) sind in den Vorverkaufsstellen (Touristinformationen) entlang der Eisenbahnstrecke und in den Zügen selbst erhältlich. Fahrkarten anderer Verkehrsunternehmen und des Verkehrsverbundes Mittelsachsen werden nicht anerkannt.

Eine Reservierung von Sitzplätzen ist grundsätzlich nur für Gruppen ab zehn Personen möglich. Insofern kann für individuell reisende Personen keine Sitzplatzgarantie übernommen werden. Ausschließlich für Besucher des Eisenbahnmuseums verkehren während dessen Öffnungszeiten die Züge wieder bis zum bzw. ab dem Museumsgelände, das damit ganz bequem und stilecht erreicht werden kann.

Am 26. März 2012 erfolgte im Rittersaal des Schlosses Schlettau die feierliche Unterzeichnung des Vertrages über die Durchführung der Fahrten. Die Interessengemeinschaft EAB war vertreten durch Oberbürgermeisterin Barbara Klepsch, Große Kreisstadt Annaberg-Buchholz, Bürgermeister Bernd Reinhold, Gemeinde Crottendorf, Bürgermeister Axel Bräuer, Stadt Schlettau, Bürgermeister Wolfgang Andersky, Stadt Scheibenberg, Bürgermeister Manfred Meyer, Gemeinde Raschau-Markersbach sowie Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer, Große Kreisstadt Schwarzenberg.

Weitere Vertragspartner sind die DB RegioNetz Infrastruktur GmbH Erzgebirgsbahn, vertreten durch ihren Sprecher Lutz Mehlhorn, sowie der Verein Sächsischer Eisenbahnfreunde e. V., vertreten durch den Vorsitzenden Thomas Strömsdörfer und Geschäftsführer Axel Schlenkrich. Unterstützt wird das Projekt zusätzlich durch den Tourismusverband Erzgebirge e. V. Die Geschäftsführerin Veronika Hiebl wurde durch Jana Vierig vertreten.

Alle Vertragspartner hoben die Bedeutung dieser gemeinsamen Initiative zur Entwicklung des Tourismus in der Region hervor. Über 15 000 Fahrgäste in den vorangegangenen drei Jahren geben ein eindrucksvolles Bild vom großen Interesse. Nicht wenige Fahrgäste kamen dabei von weit außerhalb, manche eigens wegen der EAB zu einem Kurzurlaub ins Erzgebirge. Erfreulich im Steigen begriffen ist dabei auch der Anteil ausländischer Fahrgäste, besonderes Interesse genießen die Fahrten bei den Nachbarn aus der Tschechischen Republik.

Übereinstimmend lobten die Anwesenden das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten, anders wäre ein solches Projekt wohl nie auf den Weg gebracht worden. Im Anschluß an die Veranstaltung im Schloß präsentierte der Eisenbahnverein Schlettau seine neuen Räumlichkeiten im Bahnhof Schlettau.
TSD

20. Jahre Schwarzenberger Eisenbahntage – ein Rückblick

War es 1993 eine Bierlaune oder doch eine ernste Überlegung? Wohl eine Mischung aus beidem. Die Arbeiten am Lokschuppen Schwarzenberg sollten in die Öffentlichkeit gerückt werden. Dabei war vom angehenden Eisenbahnmuseum kaum etwas zu erahnen, vom Kraftakt, der den Vereinsmitgliedern in den kommenden Jahren noch bevorstand, ganz zu schweigen.

Seit seiner Gründung im Jahre 1990 in Dresden suchte der Verein eine Heimat. Mit Erwerb der ersten Fahrzeuge wurde diese Suche immer dringender, und so entstand die Idee, dem alten und vom Einsturz bedrohten Schwarzenberger Lokschuppen buchstäblich neues Leben einzuhauchen. Heute kaum mehr vorstellbar, zählte doch der Schuppen zu den wenigen Unterstellmöglichkeiten bei der damaligen Deutschen Reichsbahn, die nicht für den Bahnbetrieb im täglichen Gebrauch standen. Ende 1991 begannen die Übernahmeverhandlungen, die zunächst nicht von Erfolg beschieden waren. Nichtsdestotrotz begannen einige wagemutige Vereinsmitglieder im Frühjahr 1992 mit dem ersten Spatenstich, und in rascher Folge wurden erste Gleise vor dem Lokschuppen erneuert und die Sanierung des Lokschuppens, allen voran der Neuaufbau des zusammengefallenen Daches, in die Wege geleitet.

Seit Gründung des Vereins maßen die Vorstände der Öffentlichkeitsarbeit eine große Bedeutung bei, und so entstand 1993 die Idee, rund um den Lokschuppen eine Ausstellung zu veranstalten. Satzungsgerecht sollten dabei die Besucher neben den historischen Eisenbahnen auch mit der modernen Bahn vertraut gemacht werden. Dazu war damals ein erst kurze Zeit zuvor modernisierter LVT „Ferkeltaxi“ von der Deutschen Reichsbahn als erstes Gastfahrzeug eingeladen. Dieses durfte jedoch nicht von Schwarzenberg aus zum Einsatz gelangen. Dem Verhandlungsgeschick der Mitglieder ist zu danken, daß er überhaupt Schwarzenberg erreichen konnte. Im angehenden Museum standen schließlich dennoch die alte und neue Bahn einträglich vereint nebeneinander. Damals ahnte noch niemand, daß 16 Jahre später genau dieser Triebwagentyp unter VSE-Regie erfolgreich als „Erzgebirgische Aussichtsbahn“ zwischen Schwarzenberg und Annaberg-Buchholz unterwegs sein wird.

Seither sind der Himmelfahrtstag und das anschließende Wochenende ein fester Bestandteil im Veranstaltungsplan Schwarzenbergs und des Erzgebirges, sieht man von einigen einzelnen Terminverschiebungen auf das Pfingstwochenende ab. Spätestens die 100-Jahr-Feier des Lokschuppens im Jahre 2002 bewies, welche touristische Anziehungskraft das Eisenbahnmuseum in der Region gewonnen hat. Mit der damaligen Besucherzahl waren einerseits die Gästekapazität erschöpft, andererseits trotz vielfältiger Unterstützung auch die personellen Ressourcen des Vereins ausgereizt. So fanden alle weiteren Veranstaltungen eine Nummer kleiner statt, obwohl der VSE dennoch in seiner Gänze gefordert war.

Neben der obligatorischen Lok- und Wagenausstellung sowie dem Pendelverkehr vom/zum Bahnhof, welcher auch während der Umbauarbeiten im Streckennetz der Erzgebirgsbahn konsequent im Schienenersatzverkehr mit Kleinbussen bedient wurde, gesellten sich weitere Events hinzu. Modellbahntauschmarkt, Kinderprogramme, Stellwerksbesichtigungen, Führerstandsmitfahrten und Lokparaden sind nur wenige Beispiele, die hier stellvertretend stehen sollen. Von großer Bedeutung erwies sich von Anfang an jedoch die Bewirtschaftung des Festbetriebes. Was mit je einem Kasten alkoholfreien Getränken und Bier sowie einem kleinen Grill unter einem viel zu kleinen Sonnenschirm begann, hat sich mittlerweile ganz schön gemausert, und kaum ein Gast möchte auf den Service im Museum oder im 1996 hinzugekommenen Speisewagen verzichten. Essen und Trinken hält sprichwörtlich Leib und Seele zusammen, sorgt für gute Stimmung bei den Festen sowie im Sonderzug und erwies sich als „Wirtschaftsfaktor“ für den Verein.

In Sachen der Präsentation von Fahrzeugen anderer Museen und Vereine werden jedoch zunehmend Grenzen sichtbar. Kosten für Überführungen und Versicherungen sind, trotz vielfältiger Unterstützung, gestiegen und der Trend hält unvermindert an. Diese Mehrkosten lassen sich jedoch nur bedingt auf den Eintrittspreis umlegen. Bereits von der ersten Ausstellung an hatten sich die Mitglieder auf die Fahnen geschrieben, den Museumsbesuch nicht nur „gut betuchten“ Gästen vorzubehalten, sondern vielmehr sollten und sollen die VSE-Einrichtungen im Sinne der Satzung und der darin verankerten Gemeinnützigkeit einem möglichst breitem Publikum offen stehen.
TSD, RM

Übersicht der Gastfahrzeuge anläßlich der Schwarzenberger Eisenbahntage:

  • 20.–23. Mai 1993 771 069, 86 001
  • 12.–15. Mai 1994 95 016
  • 25.–28. Mai 1995 keine
  • 25.–26. Mai 1996 Handhebeldraisine
  • 17.–18. Mai 1997 keine
  • 30.–31. Mai 1999 keine
  • 1., 3. und 4.06.00 VT 642 der Vogtlandbahn
  • 2.–3. Juni 2001 keine
  • 9.–11. Mai 2002 58 261, 75 501, 212 258 (PRESS), 89 6009, ORT
  • 31.05. bis 1.06.03 354.7152 KHKD
  • 20.–23. Mai 2004 423.094 KHKD
  • 5.–8. Mai 2005 keine
  • 25.–28. Mai 2006 keine
  • 17.–20. Mai 2007 86 607, 86 283, 112 326
  • 1.–4. Mai 2008 58 3047, 58 261, 254 059, 112 326, 112 646, 65 1049
  • 21.–24. Mai 2009 112 565, 234 304, 300 005, Wismut, MEG 316, 99 715
  • 13.–16. Mai 2010 103 224, 293 016 sowie 363 006 PRESS
  • 2.–5. Juni 2011 52 4900, 204 031 PRESS, VT 135 110, E 11 001

Vorbereitungen für die 20. Schwarzenberger Eisenbahntage

Im Eisenbahnmuseum Schwarzenberg beschäftigt sich seit dem Spätherbst 2011 eine Arbeitsgruppe intensiv mit der Vorbereitung der jährlich wiederkehrenden großen Frühjahrsausstellung. Traditionell am Wochenende zu Christi Himmelfahrt öffnen die Vereinsmitglieder die Lokschuppentore zu den Schwarzenberger Eisenbahntagen, die mittlerweile zum 20. Mal stattfinden. Vom 17. bis 20. Mai erwartet die kleinen und großen Besucher aus nah und fern wieder ein abwechslungsreiches Programm rund um die Eisenbahn.

Wie bei den vorangegangenen Veranstaltungen hat sich der VSE auch in diesem Jahr eine ganze Menge vorgenommen. Neben den eigenen Museumsfahrzeugen soll die Diesellokbaureihe V100 der ehemaligen Deutschen Reichsbahn gewürdigt werden. Vor dem VSE-Museumszug kommt bekanntlich ab und zu die Lok 112 565-7 der Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH zum Einsatz. Einige weitere Betreiber von erhaltenen Loks dieser Baureihe sind angefragt, ihre Maschinen zu präsentieren. Auf dem Museumsgelände besteht die Möglichkeit für Mitfahrten auf dem Führerstand, Groß und Klein können dabei dem Lokomotivführer „über die Schulter“ schauen. Das im vergangenen Jahr erworbene funktionsfähige Stellwerk 3 der seltenen Bauart „Gaselan“ lädt zur Besichtigung ein. Sonnabend und Sonntag fahren jeweils am frühen Nachmittag die betriebsfähigen Ausstellungsloks in Paradeformation am Museumsgelände entlang, wie in jedem Jahr mit Informationen zum jeweiligen Fahrzeug kommentiert. Ein Sonderpostamt bietet einen Sonderstempel an. Für den Sonnabend, 19. Mai, sind die Infomobile der sächsischen Verkehrsverbünde zum „Tag des Verkehrs und Tourismus“ eingeladen. An diesem Tag findet im Lokschuppen für die Freunde der kleinen Eisenbahn ein Modellbahntauschmarkt statt.

Am Nachmittag des 19. Mai laden die Vereinsmitglieder zu einer Dampfschnupperfahrt mit dem Museumszug durch das Erzgebirge ein. Von Schwarzenberg aus geht die Reise in Richtung Thalheim, auf der steigungsreichen Strecke ab Aue können die Fahrgäste den Dampf besonders gut schnuppern. Die VSE-eigene Dampflok 50 3616-5 kann hier zeigen, daß sie noch nicht zum alten Eisen gehört. Der Sonntag steht traditionell im Zeichen der kleinen Besucher, ein buntes Kinderprogramm wird vorbereitet. Für das leibliche Wohl sorgen an allen Tagen die Vereinsmitglieder mit regionalen Spezialitäten.

Zur Anreise empfiehlt der VSE die Züge der Erzgebirgsbahn. Zwischen Bahnhof und Museumsgelände verkehrt am Donnerstag, Sonnabend und Sonntag ca. halbstündlich ein historischer Triebwagen als kostenfreier Zubringer mit planmäßigem Anschluß von bzw. zu den Zügen der modernen Eisenbahn. Aber auch Besucher, die auf die Fahrt mit ihrem Pkw nicht verzichten wollen, können ihr Auto zentral in Bahnhofsnähe parken und ebenfalls dieses Angebot nutzen, denn direkt am Museumsgelände sind nur begrenzte Parkmöglichkeiten vorhanden. Und wer sich nicht mehr bis dahin gedulden will, für den gilt auch weiterhin: Das Eisenbahnmuseum ist täglich geöffnet. Montag bis Freitag von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr, Sonnabend, Sonntag und Feiertag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr (im Winterhalbjahr bis März lediglich bis 14.00 Uhr).
TSD

Arbeitsplätze VSE-Eisenbahnmuseum

Nach Auslaufen der ersten Kommunal-Kombi-Stelle wurde nach stark papierlastigen Vorarbeiten und dem Beschluß der Jahreshauptversammlung in kürzester Zeit eine Mini-Job-Stelle im Eisenbahnmuseum eingerichtet. Dazu konnte eine bewährte Mitarbeiterin gewonnen werden, die schon mehrmals in verschiedenen geförderten Beschäftigungen beim VSE tätig war. Problematisch ist die Gesamtsituation auf dem Arbeitsmarkt auch deshalb, weil derzeit keine Fördermaßnahmen laufen, so sind z. B. ABM schon lange Geschichte.

Ein-Euro-Jobs soll es wohl bald wieder geben, die Bedingungen sind jedoch noch unklar. Noch problematischer wird die Suche nach geeigneten Bewerbern, denn die „guten“ Leute werden immer knapper. Davon können die Leidtragenden aus dem Vorstand schon lange ein Lied singen, wenn man die Bewerbergespräche seit 1993 nachverfolgt. Im Herbst 2012 enden die beiden restlichen Kommunal-Kombi-Stellen, bis dahin müssen Lösungen gefunden werden, um die dringendsten Probleme zu mindern.
AS

Muldental

Das im Winter beim Freischnitt angefallenen Stammholz, welches noch in größeren Mengen an der Strecke lagerte, wurde in den zurückliegenden Tagen auf den Bahnhof Wechselburg transportiert, um es dort an Einwohner als Feuerholz abzugeben. Dabei fuhr erstmals seit der Einstellung des Verkehrs 2001 wieder ein Eisenbahnfahrzeug unter der Göhrener Brücke hindurch. Die im Rochlitzer Lokschuppen ansässige Firma Möser möchte zukünftig den Streckenabschnitt von Großbothen nach Rochlitz nutzen. Der An- und Abtransport der zur Reparatur anstehenden Gleisbaufahrzeuge kann dann auf der Schiene erfolgen.

Die VSE-Arbeitsgruppe Muldental unterstützte die Firma beim Freischnitt im Bereich des Rochlitzer Bahnhofs. An der Instandsetzung des KL 2001 wird mit Hochdruck gearbeitet, jedoch haben sich die notwendigen Arbeiten als umfangreicher als ursprünglich erwartet erwiesen. Zum Saisonstart am Karfreitag wird dann voraussichtlich nur der KL 2010 zum Einsatz gelangen können. Für das Wochenende 28./29. April ist die Aufnahme des Betriebes bis zur Göhrener Brücke geplant. Wenn alles wie geplant abläuft, wird es dann zum Zusammentreffen zwischen VSE-Dampfzug auf der Fahrt nach Leipzig auf der Brücke und dem Schienentrabi unter der Göhrener Brücke kommen.
TTE


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